US-Verlage finden keinen Ersatz für Printerlöse

turi2.de-Newsletter heute: Verzweifeltes Ringen um Geschäftsmodelle: 15 Jahre nach Beginn der digitalen Wende haben Amerikas Verleger immer noch keine neuen Geschäftsmodelle gefunden. Im Gegenteil: Für jeden Dollar, den sie im Netz verdienen, verlieren sie sieben Dollar im Printgeschäft, besagt die aktuelle Studie des Project for Excellence in Journalism am Pew-Forschungsinstitut. Die Forscher konnten interne Daten von 121 Zeitungen aus sechs Verlagshäusern auswerten. 38 Zeitungen gaben detailliert Auskunft über ihre Anzeigengeschäfte. Auch für die Zukunft sieht es kaum rosiger aus. „Die optimistischsten Projektionen sehen eine Kompensation der Printverluste durchs Digitalgeschäft binnen einiger Jahre voraus“, sagt Projektleiter Tom Rosenstiel.
weiterlesen auf turi2.de, nytimes.com, guardian.co.uk, journalism.org

Und passend dazu:

„Recherche wird immer mehr zum Luxus. Wenn man aber nicht mehr recherchiert, verliert eine Zeitung das letzte Profil, das, was sie unterscheidet von anderen.“ Film-Regisseur Andreas Veiel über die aktuellen Probleme des Journalismus.
epd.de

[ Artikel drucken ]

3 Gedanken zu “US-Verlage finden keinen Ersatz für Printerlöse

  1. Ich meinte natürlich Pseudoargument…… (Wieso gibt es hier keine Korrekturtaste……. 🙁

  2. Dazu hat die Kerz in der neuen Teli Kommunikation gerade einen Artikel über das geforderte „Leistungsschutzrecht der Verlage“ geschrieben, und kommt zu dem Schluss, dass das Urheberrecht – Leistungsschutzrecht nicht ausgeweitet werden muss, sondern dass die Verlage sich bitte schön, das Geld dort holen sollen, wo die Forderung auch hingehört. Nämlich bei den Nutzern.
    Jeder Verlag wollte damals der erste im Netz sein und bot seine Leistung aufgrund dessen umsonst an – und somit auch die Artikel der Journalisten, ohne diese zu fragen. Und nun greinen und jaulen sie und kreischen nach dem Gesetzgeber. Gehts noch? Für eine Leistung muss bezahlt werden. Und wer das nicht will, braucht ja die Zeitung nicht zu lesen. Umgekehrt müssen die Verlegerverbände darauf drängen, dass alle Verlage ihre Leistungen im Netz kostenpflichtig anbieten. Und dann stimmt es nämlich auch wieder. Schließlich bezahlen die Leser ja nicht für die Zeitung (Papier), sondern für die Inhalte.
    Und das Psoydoargument, kostenpflichtige Inhalte verstieén gegen die Informationsfreiheit, ist kokolores. Schließlich hat diese Behauptung auch niemals jemand aufgebracht, als es das Netz noch nicht gab und die Zeitungen und Zeitschriften bezahlt werden mussten. Dabei handelt es sich wohl eher um ein Scheinargument der Umsonstmentalitäten.

  3. Gerade aus Chicago zurück. Die einst vitale Lokalpresse wie ausgetrocknet, der legendäre Chicago Tribune nur noch ein Schatten seiner selbst, auf das Format eines höchstgradig Essgestörten abgemagert, ohne jounalistische Tiefe, aufgeschwemmt durch Werbung 🙁 // Siehe dazu heute auch Süddeutsche Zeitung, Interview mit der CR New York Times >>> Verhandlungen mit der Journalistengewerkstatt, weitere Redakteure müssen entlassen werden. Die Krise im Journalismus war auch das Thema der Jahresversammlung der European Union of Science Journalists‘ Associations EUSJA. Antwort: Wir müssen besser werden, besser recherchierte Geschichten, bessere Themen, besser erzählte Geschichten, besseren Nutzwert …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.