Essen kann tödlich sein!

Cholesterinsenker können auch gegen Krebs wirken, meldet der FOCUS in seiner aktuellen Ausgabe. Dänische Forscher glauben aufgrund einer Studie an 300.000 Tumorpatienten, dass ein niedriger Cholesteringehalt im Blut das Wachstum der Krebszellen hemmt.
Gut soweit. Im Umkehrschluss hieße das aber auch, dass Schweinebraten und Spiegeleier mit Speck den Krebs eher begünstigen. Ein Grund mehr, beim Essen aufzupassen. Todesursache Nummer 1 ist ohnehin unser Essen – zu viel, zu süß, zu fett; die Völlerei führt vor allem zu koronarer Herzkrankheit.

Da warnt der Bundesgesundheitsminister vielleicht noch zu wenig? Meine Frage an die Politik im Wahlkampf: Wann werden wir endlich über die wirklichen Risiken im Leben vernünftig informiert? Das Bundesamt für Risikobewertung beschäftigt sich mit allerlei, so zuletzt mit Ölen aus Druckfarben, die aus dem Altpapier in den daraus hergestellten Karton und daraus in den Reis, in die Nudeln marschieren. Gut, das gehört da sicher nicht hinein, aber bringt mich das um? Oder gibt es andere Risiken, denen wir vielleicht mehr Aufmerksamkeit schenken sollten? Was ist mit Feinstaub aus Hackschnitzelheizungen (am besten noch steuerlich begünstigt, weil mit nachwachsenden Rohstoffen) und Nachbars häuslicher Müllverbrennung im offenen Kamin?

Liebe Politik, liebe vom Steuerzahler beschäftigte Forscher: Ich möchte gerne wissen, wie gefährlich diese MOSHs und MOAHs wirklich sind. Auf welchem Platz in der Rangliste der Gesundheitsgefahren steht der Reis aus dem Pappkarton? Oder sind nicht drei tiefe Atemzüge an der Tankstelle gefährlicher? Oder vielleicht doch der Schweinebraten?

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