Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

vielen Dank für den Mut, den Sie uns allen in Ihrer Neujahrsansprache 2013 machen. Am Anfang seien es oft nur wenige, die einen Stein ins Rollen brächten und Veränderung möglich machten, aber: „Wer Mut zeigt, macht Mut“, zitieren Sie den Sozialreformer Adolph Kolping.

Willkommen zur Debatte: Bundeskanzlerin Merkel setzt sich für Gesundheit, Alter, Energie ein, Säulen der TELI-Wissenschafts-Debatte (c) Bundesregierung


Wir Wissenschaftsjournalisten
von der Journalistenvereinigung für technisch-wissenschaftliche Publizistik TELI e.V. wollen die Scharen der Mutigen in unserem Lande verstärken und rufen im Wahljahr 2013 zur Wissenschaftsdebatte auf. Wir glauben, es ist höchste Zeit, dass Bürger und Politik Forschung und Technologie als eines der ganz großen Themen unserer Zeit erkennen. Wissenschaft stellt die Weichen in unser aller Zukunft, im Guten, aber auch Schlechten.

In Ihren diesjährigen Neujahrswünschen heben Sie zu Recht hervor: „Für unser Land bedeutet Forschung Arbeitsplätze … Deshalb investieren wir so viel wie nie zuvor in Bildung und Forschung. Deshalb bauen wir Deutschland zu einem der modernsten Energiestandorte der Welt um. Deshalb bereiten wir unser Land auf den demografischen Wandel vor … Diese Ziele leiten uns auch 2013.“

Dürften wir Sie, auch in Ihrer Eigenschaft als Naturwissenschaftlerin, als Partnerin und Diskutantin in der in der TELI-Wissenschafts-Debatte begrüßen? Sie steht auf den Säulen Energie, Gesundheit, Alter.

In Ihrer Ansprache
versprechen Sie, das Land auf den demographischen Wandel vorzubereiten. Wie sieht das aus, brauchen wir dazu nicht mehr Dialog, zwischen Forschern, Politikern, Bürgern? In unserer Wissenschaftsdebatte wird u.a. der Vorschlag gemacht, Altersgrenzen für Beschäftigte wie für Freiberufler ganz aufzuheben, Arbeit zum integralen Bestandteil unseres Lebens zu machen, „nicht intensiv 40 Jahre, sondern ständig in angemessener Portionierung“, wie Rent-a-Rentner in einem Beitrag formuliert. Wäre das erstrebbar, machbar?

Bei den letzten Bundestagswahlen vor vier Jahren mussten wir als Ergebnis der TELI-Wissenschafts-Debatte formulieren: „Wissenschaft kommt in der Politik nicht mehr vor“, hieß es in unserer Pressemitteilung vom 14.IX.2009. Es wäre ein großer Fortschritt in unserer wissenschaftlich-politisch-zivilgesellschaftlichen Kultur, wenn wir diesen September ein positiveres Fazit ziehen könnten!

Ihnen, Ihrer Familie sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Mut, Erfolg und Glück in 2013 wünscht die TELI.

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