Weltbank ermahnt Klimagipfel: 100 Millionen in extremer Not bis 2030

TELI Klimaherbst im Münchner PresseClub: Moderatorin Maren Schüpphaus (M.) mit Panel und Publikum  (c) Goede

TELI Klimaherbst im Münchner PresseClub: Moderatorin Maren Schüpphaus (M.) mit Panel und Publikum (c) Goede

Der weltweite Klimawandel bedroht uns alle. Er führt zu einer fortschreitenden Verarmung weiter Teile der Welt, besonders der bereits marginalisierten Weltregionen. Ein Ergebnis davon sind die Fluchtbewegungen der davon betroffenen Bevölkerungen, derzeit zum großen Teil in Richtung Europa.

Das stellten im Oktober bereits der Münchner Klimaherbst 2015 sowie die TELI Veranstaltung „It’s the economy, stupid!“ fest. Unterstützung kommt jetzt von der Weltbank. Besonders betroffen von der globalen Erwärmung sind Afrika und Ostasien. Dort könnten bis zum Jahr 2030 bis zu 100 Millionen Menschen in extreme Not geraten, so Marianne Fey, Chefvolkswirtin für nachhaltige Entwicklung bei der Weltbank.

Als Schlüsselmaßnahme verlangt die Weltbank eine Begrenzung des Treibhausgases CO2. Mit dem Bericht appelliert die Weltbank an den Klimagipfel in Paris Ende November. Repräsentanten von 195 Ländern wollen sich auf ein Klimaabkommen verständigen, das die Zunahme der weltweiten Durchschnittstemperatur auf zwei Grad Celsius begrenzt.

Der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber warnte bei der Auftaktveranstaltung des Münchner Klimaherbstes, dass Paris die letzte Chance für eine solche Begrenzung sei. Nach Schätzungen, vorgelegt auf verschiedenen Klimaherbstveranstaltungen, könnte die Anzahl der Klimaflüchtlinge bis 2050 auf über 300 Millionen Menschen anwachsen.

Weltbank-Report: http://www.worldbank.org/en/news/infographic/2015/11/08/managing-the-impacts-of-climate-change-on-poverty

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