Forscher übernehmen immer mehr
die Funktion der Wissenschaftsjournalisten

Die Kommunikation der Forscher, Wissenschaftsjournalisten und „Social Communities“ vermischt sich immer mehr. In einem Interview mit dem Wissenschaftsdienst des Österreichischen Rundfunks gibt der Harvard-Mediziner Ijad Madisch eine neue elektronische Plattform bekannt: Sciencefeed.

Damit sollen neueste Erkenntnisse aus der Forschung und Neuigkeiten von wissenschaftlichen Tagungen sofort um den Erdball gebeamt werden. Dieses Microblogging begnügt sich mit 420 Zeichen, an die sich Dateien, Bilder, Links und Publikationen anhängen lassen.

Imposant: Publikationen, die vor ein paar Jahren noch Monate brauchten, um das Licht der Fachöffentlichkeit zu erblicken, lassen sich mit Sciencefeed im Sekundenrhythmus herausschießen — für jedermann rezipierbar!

Auf die Frage, wie sich das mit dem Wunsch um Geheimhaltung in der Wissenschaft vertrage, antwortet der Sciencefeed-Mitbegründer Madisch: „Ich glaube, dass … das die Möglichkeit eröffnet, Wissenschaft offener zu gestalten.“

Das ist das, was wir uns alle wünschen — aber eine weitere ureigene Aufgabe des Wissenschaftsjournalismus geht hier verloren.

Die Frage ist, womit wird sich die Branche in Zukunft beschäftigen?

Danke, Walter, für den Tipp und den Link!

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