Erblindende – Recherche lohnt!

Nicht locker lassen! Das ist die Botschaft dieses Beitrags. Eine Patientin litt unter massiver Sehschwächung. Erst nach Recherche und Aufsuchen von 50 Institutionen fand sie Hilfe. Ihr Augenlicht wird wieder besser.

Im August 2021 hatte ich über Nacht einen Infarkt im rechten Sehnerv. Seitdem sehe ich auf dem Auge 10 %. Im Dezember 2021 passierte mir das Gleiche auf dem linken Auge. Auch hier sehe ich nur noch 10 %. Eine solche Sinneseinschränkung ist gravierend, bin ich der totalen Blindheit näher als dem wirklichen Sehen. 

Alle behandelten Ärzte/Krankenhäuser sagten mir, ich sollte mich damit abfinden. Mehr geht nicht mehr. Es gab keine Vorzeichen, schmerzfrei über Nacht verlor ich mein Sehlicht.

Die letzten 15 Monate waren anstrengend und energieaufwendig. Doch ich habe nicht locker gelassen. In der Zeit hatte ich es mit über 50 Personen und Institutionen zu tun.

Seit Anfang September 2022 arbeite ich wieder in der Schule. Wenn es gut läuft bis zu meiner Rente. In der BRD arbeiten in regulären Schulen ca. 30 blinde Lehrkräfte. Mehr nicht.

In einer meiner Recherchen im Internet bin ich auf die Wiederherstellungstherapie von Dr. Anton Fedorov in Berlin gestoßen. Meine Ärzte und viele Freunde rieten ab, mein Optiker machte mir Mut. Meine Krankenkasse verweigert die Kostenübernahme. Immerhin handelt es sich um einen knappen 5-stelligen Betrag.

Seit 1 Woche bin ich in Berlin bei Dr. Fedorov und mein Sehen wird besser. Er geht von einer 20-25% Sehverbesserung aus. Täglich erhalte ich Anwendung mit Wechselstrom und dazu eine Sehfeldübung. Er sagte mir, dass eine weitere Besserung in den nächsten 3 Monaten zu erwarten sei.

Zurzeit bin ich die einzige Deutsche in der ambulanten Klinik. Die anderen Patienten kommen aus der ganzen Welt, USA, Kanada, Australien, restl. Europa, Dubai etc.

Dr. Fedorov kommt aus St. Petersburg, er arbeitet seit fast 30 Jahren mit dieser von ihm entwickelten Therapie. Erfolgreich, in verschiedenen Studien nachgewiesen. Doch in Deutschland kennt ihn kaum jemand.

Siehe hierzu auch den umfassenden Wikipedia-Eintrag zu Blindheit, auch mit der verharmlosenden Blindheits-Metapher.

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