Guter Journalismus kostet Geld

Wie retten wir den Journalismus — mit kostenpflichtigen Online-Angeboten. Diesen Weg geht die seit 225 Jahren in London erscheinende Times. Demnächst müssen die User zwei Pfund pro Woche zahlen. Kritiker prophezeien, dass die Online-Gemeinde auf das große Gratis-Angebot im Netz zurückgreifen wird.

In der Zeit (2.6.10) verteidigt Chefredakteur James Harding die Maßnahme. Darin sagt er, dass das größte Risiko für Qualitätsjournalismus darin besteht, die Leistungen zu verschenken. „Da kann ich nur sagen. Viel Glück! Denn das wird nicht funktionieren“, so Harding.

Die Kostenpflichtigkeit des Onlineangebots der „Times“ sei verglichen damit das geringere Risiko. Die Umstellung sei ein langwieriger und langsamer Prozess. „Während wir voranschreiten, werden mehr und mehr Zeitungen herausfinden, dass das Verschenkmodell nicht funktioniert“ — aber so richtig überzeugende Argumente nennt er nicht.

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