Nur ein Science Slam der Luxusklasse?

Auch dieses Jahr wieder ein ambivalentes Fazit der FALLING WALLS Konferenz (vor wenigen Tagen in Berlin). Ich selbst konnte aus Termingründen dieses Jahr zwar nicht dabei sein, hatte mich aber schon im letzten Jahr ziemlich enttäuscht geäußert („Falling Walls: Noch stehen die Mauern„). Wie hoch ist also die Trefferquote der „Falling Walls“-Prognosen wirklich? Ist die…

Journalisten im Studienrausch?

Scienceblogs-Kollege Marcus Anhäuser, der das Watchblog medien-doktor.de verantwortet (eine kritische Begeleitung des Medizin-Journalismus), hat dem NDR-Medienmagazin „ZAPP“ ein hochinteressantes Interview gegeben, das wiederum maßgeblich in einen Beitrag von Janina Kalle und Jakob Leube für die jüngste Sendung eingeflossen ist. [Bei] Wissenschaft geht es um Wahrscheinlichkeiten, […] um Risiken, und da geht es meistens in kleinen…

Schreib-Tipp: Kill your Darlings!

Mit diesen vier einfachen Handreichungen schreiben Sie sich in die Champions-League. Den Osterspaziergang durch den Schnee werden sich viele in diesem Jahr sparen, deshalb an dieser Stelle ein wenig Osterlektüre am kuscheligen Ofen :-). Gerade hat der Historiker Valentin Groebner das Buch „Wissenschaftssprache. Eine Gebrauchsanweisung“ (Konstanz University Press) herausgebracht – schwer zu übersehen in der…

Wie die „Brights“ nach Deutschland kamen

Ein Hochinteressantes Interview mit dem deutschen Übersetzer der kontroversen „Brights“ aus USA und UK — Dawkins, Gould und Bryson etc. — ist soeben im Freitag erschienen u.a. zu der Frage, warum irgendwie nur amerikanische Wissenschaftler den Mut haben, die Bühne der politischen Debatte, Provokation oder gar der kreativen Zerstörung zu betreten: Die Autoren […] sind…

Ernüchterndes Fazit nach WiD-Forum in Köln

Kurz ein Hinweis auf die in mehreren Blogs laufende Debatte zum 4. „Forum Wissenschaftskommunikation“ (Köln), ausgerichtet wieder von Wissenschaft im Dialog. Michael Sonnabend (Stifterverband) ist offenbar mit sehr gemischten Gefühlen nach Hause gefahren und berichtet dabei u.a. auch aus seiner Rolle als Mitglied der Programmkommission heraus. Christoph Larssen (Kollege hier bei ScienfeBlogs) hat Bedenken, dass…

Wissenschaft auf den Laufsteg gezwungen?

Pointierte Thesen des Soziologen Alexander Bogner vom Institut für Technikfolgenabschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Herausgeber des forschungspolitischen Buches „Wozu Experten?“ (2005) soeben in einem Interview mit dem Standard: Kollege Bogner zieht eine ernüchternde Bilanz aus einem Jahrzehnt PUSH in Österreich und schlägt somit in die gleiche Kerbe wie unsere Trendstudie: Vertrauensverlust, Mediatisierung…

Megatrends in der Wissenschaftskommunikation

Wo steht die deutsche Wissenschaftskommunikation heute, angesichts fundamentaler Veränderungen im Mediensystem, zwei Jahre nach der Finanz- und Wirtschaftskrise? Was sind aktuell die größten Herausforderungen, welches viel versprechende Lösungswege? Umfassende Fragen wie diese untersucht eine umfangreiche, vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft geförderte Trendstudie unseres Forschungszentrums. Betrachtet werden dabei alle drei Perspektiven der Wissenschaftskommunikation sowie deren…

Tatort Wissenschaft: Hausarzt oder Dr. House?

Konkurrenz bei Förderanträgen, gefälschte Messergebnisse im Labor, militante Gegner der Gentechnik — der jüngste Tatort (noch zu sehen in der ARD-Mediathek, wegen Jugendschutzes allerdings erst nach 20 Uhr) spielte diesmal im vermeintlichen Forscheralltag. Während wohl besser Genomforscher darüber urteilen sollten, in wie weit diese Darstellung im Detail authentisch war oder überhaupt sein konnte (siehe hierzu…

Forscher bieten dem Boulevard die Stirn

Als die britische Boulevard-Presse mitten in den August-Unruhen eine Meldung der Uni Cardiff zu Neurotransmittern für eigene Zwecke missbruachte, machten sich die drei unverstandenen Forscher Petroc Sumner, Frederic Boy und Chris Chambers bereit zum Gegenschlag. Die Zeitung The Guardian druckte ihre ausführliche Replik, die man als konstruktive Medienschelte bezeichnen könnte: How can we stop newspapers…

Cyberscience Without Scientists?

As high as the potential of web 2.0 for the communication among scientists might be, any kind of widespread use is nowhere to be seen. Academia mostly reacts hesitantly at best to the new technological opportunities. The discussions in our recent international workshop, however, also revealed that „Science 2.0“ is no closer to becoming mainstream…